Ich bestellte einen Panama Geisha Filterkaffee.
Kurz gesagt, er ist geschmackvoll. Ein namenloser Fruchtduft, der die heiße tropische Sonne in sich trägt, Honig – wie auch immer man es nennen mag, ein guter Duft und Geschmack sind darin vereint. Ich verstehe jetzt, warum die Leute ihn Geisha nennen.
Dieser Ort ist Pil-un-dong. Pil-un-dong ist ein legaler Dong (Verwaltungsbezirk). Jongno hat viele legale Dongs. Das Geschäft ist geschickt auf der Seite des Weges versteckt, der vom Bahnhof Gyeongbokgung zum Sajik Park und dann zur Jongno-Bibliothek hinaufführt. Wenn man nicht bewusst danach sucht, sieht man es nicht, daher ist es passend, es als versteckt zu bezeichnen.
Vor langer Zeit, so erzählte der Besitzer, hatte er eine Schreibwarenhandlung vor der Maedong-Grundschule und kam dann vor 12 Jahren hierher. Damals, so glaube ich, sagte er, es sei ein Farbengeschäft gewesen.
Das Ladenlokal ist ein zweistöckiges, verblasstes Backsteinhaus, und auch das Ladenschild und die Atmosphäre wirken auf den ersten Blick nicht wie ein Kaffeehaus. Es ist auch nicht modern eingerichtet, sondern hat einfach das Aussehen der Zeit, die es durchlebt hat. Das Innere des Ladens ist aus verblasstem Sperrholz, mit weitläufigen Holztischen und Stühlen, die unregelmäßig verteilt sind, und Requisiten aus den 70er und 80er Jahren wie ein roter Schminktisch und Kleiderschränke sind hier und da verstreut.
In Jongno passt ein Geschäft mit diesem Konzept gut. Gibt es in Seoul einen Ort, der so viele Spuren einer langen Geschichte bewahrt wie Jongno? Dies war einst ein berühmter Ort für Frühlingsausflüge in Jang-an während der Joseon-Dynastie und birgt viele Geschichten von Dichtern und Literaten.
Es gibt auch Aufzeichnungen, dass Jeongjo, als er noch Kronprinz war, hierher kam, um den Frühling zu genießen.
Das Seochon Pilun-dae Heimatgefühl-Kaffeehaus, Eine Tasse Kaffee.
An einem strahlend sonnigen Tag, an einem Tag mit leichter Brise, wäre es schön, hier eine Tasse Kaffee zu trinken und die Erinnerungen an den Frühling wachzurufen.